Achteckiges Schloss

Das Wasserschloss mitten im Dorf ist von einem tiefen Ringgraben umgeben.
Historische Aufnahme um 1900.

Im 11. oder 12. Jahrhundert wurde in Erlach die erste Wasserburg errichtet, die durch Ringgraben und Zugbrücke geschützt war. Im Jahr 1151 wurde erstmals eine Wasserburg in Erlach urkundlich erwähnt. Im Bauernkrieg brannte das Schlosses 1525 nieder. Der Bergfried jedoch blieb unzerstört.
Christoph von Seinsheim baute 1545 das Schloss in seiner heutigen Form wieder auf. Das zweigeschossige Gebäude umgibt einen kleinen Schlosshof mit einem rechteckigen Bergfried. Eine Besonderheit des Schlosses ist sein unregelmäßiger achteckiger Grundriss.

An der Südwestseite des Schlosses entdeckt man an den sonst schmucklosen Mauern einen aufwändig gestalteten Erker, dessen Sockel mit einem Pfeiler bis zum Boden abgestützt ist. Er gehörte ursprünglich wohl zum einstigen Rittersaal im Obergeschoss.
Heute ist der Erker funktionslos, da sich die 1910 gebaute Kapelle Maria Immaculata über Erd- und Obergeschoss erstreckt.
Im Jahr 2007 wurde er dennoch umfangreich saniert und gesichert.